Vietnam, ein Land von beeindruckender geografischer Vielfalt, zeigt sich ganzjährig von seiner warmen bis heißen Seite, begleitet von hoher Luftfeuchtigkeit. Aufgrund der großen Längenausdehnung von 1600km von Norden nach Süden treten klimatische Unterschiede in den verschiedenen Regionen besonders deutlich zutage. Die Bergregionen, wie das Zentrale Hochland oder der Nordwesten, bieten dabei eine willkommene Abkühlung im Vergleich zu den heißen Ebenen.
Der Frühling (Januar – März) im Norden ist mit 18–22°C angenehm mild, doch gelegentliche Regenschauer können auftreten. In den Bergen kann es deutlich kälter werden, daher ist es ratsam, entsprechende Kleidung mitzubringen.
Der Sommer (April – Juli) bringt heiße Temperaturen von 35–39°C, begleitet von schwüler Luft und vereinzelten Stürmen durch den Monsun, der vor allem im Juni und Juli für Regen sorgt.
Im Herbst (August – Oktober) bleibt das Wetter weiterhin angenehm, mit Temperaturen um die 25–30°C, und ist ideal für Reisen. Im Hochgebirge ist jedoch mit Regenfällen zu rechnen, insbesondere in den Übergangsmonaten.
Der Winter (November – Dezember) ist vom Monsun geprägt und kann kühl bis kalt werden. In Hanoi und der Halong-Bucht wurden bereits Temperaturen um die 10°C gemessen. Nebel ist häufig, was die Sicht auf unter 100 m reduzieren kann, was besonders in der Halong-Bucht mystische Momente schafft.
Das Klima in Zentralvietnam ist eine Mischung aus den klimatischen Bedingungen des Norden und des Süden. Die Temperaturen ähneln denen des Südens, allerdings gibt es hier wesentlich mehr Niederschläge. Besonders von Oktober bis November wird die Region häufig von Taifunen heimgesucht, die starke Winde und heftigen Regen bringen, was auch zu Überschwemmungen führen kann. Daher sollte man für diese Zeit gut vorbereitet sein, wenn man in Zentralvietnam unterwegs ist.
Der Süden Vietnams kennt nur zwei Jahreszeiten:
- Die Trockenzeit (November – Mai) ist ideal für Reisen, mit Temperaturen zwischen 25 und 35°C und einer konstanten Luftfeuchtigkeit.
- In der Regenzeit (Juni – Oktober) kann es zu starken Regenfällen am späten Nachmittag kommen, die in der Regel schnell vorüber sind, jedoch auch für plötzliche Überschwemmungen sorgen können.
Tipp: In den Hoang-Lien-Bergen (z. B. Lao Cai und Sapa) kann es in den Wintermonaten empfindlich kalt werden, mit Temperaturen um die 8°C oder sogar darunter. Daher sind warme Kleidung und Regenbekleidung unbedingt empfehlenswert, um den Aufenthalt in den höheren Regionen angenehm zu gestalten.
Die beste Reisezeit für einen Vietnam-Urlaub erstreckt sich von Ende November bis Anfang Mai. In dieser Zeit sind die Niederschläge in den meisten Regionen am geringsten, und das Wetter ist insgesamt angenehm.
Für Reisen während der Sommermonate sind Nord- und Zentralvietnam empfehlenswert, da hier eine Kombination aus Kulturreisen und Wanderungen in den Bergen sowie ein Badeaufenthalt in Hoi An gut miteinander vereinbar sind.
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