Land und Leute in Vietnam


Land und Leute in Vietnam

Nach der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam wurde Hanoi, die ehemalige Hauptstadt Nordvietnams, zur Hauptstadt der gesamten Sozialistischen Volksrepublik. Die Einwohnerzahl Vietnams wird auf etwa 87 Millionen (Stand März 2011) geschätzt. Die Bevölkerung ist im Schnitt recht jung. Der Altersdurchschnitt liegt bei 27,8 Jahren (Vergleich: Deutschland: 44,9; Österreich: 43,0; Schweiz: 41,7). Vietnam nimmt eine Fläche von 332800km² ein. Dies entspricht in etwa der Größe Deutschlands.

Die wichtigsten vietnamesischen Exportprodukte sind Schuhe, Textilien, Meeresfrüchte und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Das Land ist weltweit führender Exporteur von schwarzem Pfeffer, Cashewnüssen und Naturkautschuk. 
Vietnam hat das Ziel ausgegeben, sich bis 2020 zum Industrieland zu entwickeln.

Religion in Vietnam. Ein Themenvideo zum Cao Daismus

Die meisten Vietnamesen bezeichnen sich selbst als Atheisten. Diese Aussage kann man jedoch nicht mit Ungläubigkeit gleichsetzen. In Vietnam gibt es vielmehr kaum Anhänger einer einzelnen Religion. Stattdessen werden die Menschen von vielen Glaubensrichtungen und Philosophien beeinflusst. In den Tempeln begegnet man vielen Gläubigen, die Mantras sprechen und so für die Erfüllung ihrer Wünsche beten. Sie wenden sich dabei an keinen bestimmten Gott, sondern an verschiedene höhere Wesen und Ahnen.

Religionen

In Vietnam spielt im Alltag, neben den Einflüssen des Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus und des Animismus, der Ahnenkult eine ganz besondere Rolle. In beinahe jedem Haushalt befindet sich mindestens ein Ahnenaltar, an dem Verstorbene verehrt und um Rat gefragt werden. Zudem wird eine Vielzahl an traditionellen Festen zu Ehren von Ahnen veranstaltet. Zusätzlich bekennen sich 9,3% der Bevölkerung zum Buddhismus, 6,7% zum Katholizismus, 1,5% sind Anhänger des Hoa Hao, 1,1% des Cao Dai, 0,5% sind Protestanten und 0,1% Muslime.

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Bevölkerung

88% der Bevölkerung sind Vietnamesen, die politisch, sozial und kulturell eine lange gemeinsame Geschichte aufweisen. Daneben kommen 53 weitere ethnische Gruppen vor. Die ökonomisch bedeutendste Minderheit sind die Auslandschinesen, die Hoa, die meist schon seit mehreren Generationen in den Großstädten Vietnams leben. Das ländliche Flachland wird in erster Linie von den Khmer und den Cham besiedelt. Die Khmer, die sich eine Vielzahl an Traditionen bewahren konnten, leben heute vorwiegend im Mekong-Delta, während die Cham die zentralvietnamesischen Städte Qui Nhon und Phan Rang, sowie Chau Doc bewohnen. Die Nachkommen des Königreichs Champa sind heute größtenteils Reisbauern.

Straße in Hanoi, Vietnam Reise
Bergvölker

Die 50 vorkommenden Bergvölker besiedeln ca. 65% der Fläche Vietnams. Sie lassen sich in zwei große ethnische Gruppen einteilen: die malaiisch-polynesischen Völker des Zentralen Hochlands (Jarai, Ede, Bahnar, M’Nong, Cotu etc.) und die sino-tibetischen Stämme des Nordens (Tay, Nung, Tai, Hmong, Dao etc.). Jedes Bergvolk zeichnet sich durch eine eigene Kultur und Sprache aus.Ähnlichkeiten in den Sitten, Gebräuchen und der Sprache deuten darauf hin, dass sich das nordvietnamesische Bergvolk der Muong einst von einem vietnamesischen Urvolk abgespalten hat.

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