Die Tempel von Angkor


Die Tempel von Angkor

Angkor mit seinen unzähligen Tempel stellte Forschungen zufolge einst die größte vorindustrielle Stadt dar. Heute ist das Areal Kambdoschas bedeutendste touristische Attraktion.

Was wohl König Surayavarman II. über Selfie-Stangen denkt? Sicher hätte er sich bei der Erbauung von Angkor Wat nicht erträumt, dass es knapp 900 Jahre später überflutet würde von Touristenscharen, die Stangen mit Smartphones vor sich herschieben, um zu dokumentieren, dass sie die wohl bekannteste Tempelanlage der Welt besucht haben. 

Kambodschas Nationalsymbol: Angkor Wat

Ursprünglich als Hindu-Tempel gebaut, später zum buddhistischen Heiligtum umgewidmet, ist Angkor Wat heute ein kambodschanisches Nationalsymbol – es ziert die Landesflagge – und einer der Touristenmagnete des Landes. Als solcher hat man den Tempel nie für sich allein: Gruppen von Studienreisenden, asiatische Touristen unter Sonnenschirmen, Backpacker in Flip Flops – eine bunte Mischung von Touristen schiebt sich durch Angkor Wats Tore und Gänge, vorbei an kunstvollen Wandfriesen und bis hinauf auf die Kuppel. Glücklicherweise sind die meisten der Besucher des Tempels wenig erkundungsfreudig, so dass es gleich sehr viel ruhiger wird, wenn man die Hauptwege verlässt und das riesige Tempelareal über Nebengänge und -treppen erforscht. Statt Aussicht auf die Bildschirme von Smartphones an Selfie-Stangen kann man hier in Ruhe die Reliefs bewundern.

Die alte Hauptstadt: Angkor Thom

Während Touristen in Scharen nach Angkor Wat strömen, sind viele andere Tempel des rund 1.000 Heiligtümer umfassenden Areals sehr viel ruhiger. Manche von ihnen sind nur klein und halbverfallen, andere wiederum ragen als imposante Pyramiden in die Höhe. Überall liegen vom Moos überwachsene Steine verstreut; auf manchen erkennt man noch Reliefs von Tieren oder geometrischen Mustern. Besonders viele findet man hiervon in Angkor Thom, der ehemaligen Hauptstadt des Khmer-Reichs. Hier wandert man über Wege, die von historischen Tonscherben übersät sind, vorbei an Tempeln in verschiedenen Verfallsstadien. Den Rest der Fläche nahmen einst hölzerne Gebäude ein. Die Khmer bauten nur ihre Tempel aus Stein, selbst der Palast des Königs wurde einst aus Holz gefertigt und ist so längst Opfer der Zeit geworden.

Die Kraft der Natur: Ta Prohm

Die Spuren der Zeit zeigt auch der Tempel Ta Prohm, nach Angkor Wat eines der meistbesuchten Heiligtümer. Es lohnt sich, früh aufzustehen, um den Tempel vor dem ersten Ansturm zu besuchen, das es sonst in den engen Gängen schon mal zu Staus kommen kann.

Während die Archäologen bei den meisten Heiligtümern viel Mühe aufwenden, um sie möglichst getreu ihres ursprünglichen Aussehens zu restaurieren, hat man sich bei Ta Prohm entschieden, ihn so zu bewahren, wie er einst im Dschungel wiederentdeckt wurde: Halbverfallen und überwachsen von mächtigen Würgefeigen, deren Wurzeln sich die ganze Gebäudeteile einverleibt haben wie Schlingpflanzen. Ta Prohm ist ein beeindruckendes Symbol der Kraft der Natur. 

Angkor Wat, Angkor Thom und Ta Prohm sind nur die bekanntesten Vertreter der Angkor-Tempel. Wer sich Zeit nimmt, kann auf dem rund 200 Quadratkilometer großen Areal noch sehr viel mehr entdecken und die Geschichte der alten Hochkultur der Khmer eintauchen.

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