Battambang – Kolonialflair trifft Provinzcharme

 

In Battambang geht das Leben noch seinen gemächlichen Gang. Mitten in der grünen „Reisschüssel“ Kambodschas, südwestlich des Tonle Sap, liegt die zweitgrößte Stadt Kambodschas – umgeben von Bergen und endlosen Reisfeldern. Reisende auf dem Weg von Angkor nach Phnom Penh lassen sie oft links liegen. Schade, denn Battambang lockt mit reichlich Kolonialcharme und authentischem Alltagsleben. Wie wär‘s mit einem Stadtspaziergang oder einem Ausflug mit dem Tuk-Tuk.

Jeder Tag ist Markttag in Battambang

Im Herzen der Stadt lockt gleich am Morgen der „Psah Nath“, der Zentralmarkt, mit wunderbaren Fotomotiven. Im senfgelben Art-Déco-Gebäude und ringsum stapeln sich an unzähligen Ständen Kohlköpfe, Maiskolben und Okraschoten. Mangos, Ananas und Drachenfrüchte sind kunstvoll zu Pyramiden aufgeschichtet. Farbenfrohe Vitaminbomben. Zu den Verkaufsschlagern gehören Tütchen mit Gewürzpulver genauso wie Mini-Portionen Seife und Shampoo. Auch Reis und Linsen wandern immer wieder in die Einkaufstaschen. Kunstvoll verpackt in geflochtenen Palmblättern verlocken Süßigkeiten aus Palmzucker und Erdnüssen zum Naschen. Kleine Energiekicks für zwischendurch.

Auch Töpfe, Pfannen, Teekannen und Rührlöffel gehören zum Angebot – alles, was ein kambodschanischer Haushalt benötigt. Mit strahlendem Lächeln preisen die Verkäuferinnen ihre Waren an, feilschen aber auch energisch mit ihren Kunden um die Preise. Genug gesehen? Dann schnuppern Sie in den Straßen rund um den Markt doch ein bisschen Nostalgieflair. 

Khmer Markt, Kambodscha
Gemüse, Markt, Kambodscha

Kolonialcharme im Herzen von Battambang

Manches Gebäude in Battambang erinnert noch an die französische Kolonialzeit, als die Regenten aus dem fernen Europa Kambodscha mit Vietnam und Laos zu Französisch-Indochina vereinten. Die Bauwerke aus dem frühen 20. Jahrhundert setzen charmante Akzente zwischen den Allerweltsbauten der Moderne. Ein Juwel: die Governor's Residence, ein koloniales Prachtstück, das ein italienischer Architekt entwarf. 

Ein lebendiges Heiligtum: die Pagode des weißen Elefanten

Nun können Sie langsam vom Kolonialviertel zum Wat Dhum Rey Sor schlendern, besser bekannt als „Pagode des weißen Elefanten“. Der volkstümliche Name leitet sich von den Tempelwächtern ab: zwei weiße Elefantenstatuen, die Gläubige und Besucher am Eingangstor empfangen. Für viele ist die Elefantenpagode mit ihren fantasievoll skulptierten Statuen und detailverliebten Deko-Elementen die schönste Tempelanlage von Battambang. Ein Hingucker sind schon die Wandmalereien an der Außenmauer, die in farbenfrohen Bildern die dramatische Geschichte von Rama und Sita erzählen, den Liebenden aus dem indischen Nationalepos Ramayana. Im Tempel glimmen die Räucherstäbchen und Gläubige verneigen sich vor Buddhastatuen, um Hilfe bei Sorgen und Nöten zu erbitten.

Der "schwarze König von Battambang"

Der Stadtname Battambang leitet sich von einem Mann namens Ta Dambong ab. Nachdem er mit einem schwarzen Zauberstab Reis umgerührt hatte, so erzählt die Legende, färbte sich seine Hautfarbe plötzlich dunkel. Der nach Macht strebende Ta Dambong setzte den König ab und sich selbst auf den Thron. Am Ziel seiner Träume angelangt, hatte er jedoch keine ruhige Minute mehr. Nachts plagten ihn Alpträume, in denen ihn ein Reiter bedrohte. Eines Tages schwebte der Sohn des alten Königs der Erzählung nach tatsächlich auf seinem magischen Pferd ein und Ta Dambong nahm Reißaus. Und dennoch findet man auch heute noch ein Zeugnis des "schwarzen Königs von Battambang": Er sitzt auf einem Podest – umwuselt vom Verkehr – auf einer Kreuzung und posiert für Erinnerungsfotos.

Landpartie oder mehr Alltagsleben?

Lust auf einen Ausflug am Nachmittag? Südlich von Battambang liegt der Phnom Sampeau, ein kleiner Berg oder eher ein Hügel inmitten einer üppigen Tropenlandschaft. Auf dem Gipfel grüßen stattliche Pagoden und laden zu prächtigen Ausblicken aufs reisgrüne Land ein. Der Kontrast zwischen der heutigen Idylle und einem traurigen, vergangenen Geschichtskapitel könnte nicht größer sein. In den Höhlen unter dem Hügel von Phnom Sampeau, den „Killing Caves“, verloren unter dem Regime der Roten Khmer viele Menschen ihr Leben.

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Zurück in der Stadt, können Sie auf einer Tour durch traditionelle Produktionsstätten und Manufakturen in die Kultur des Landes eintauchen. Sicher ein einmaliges Erlebnis auf Ihrer Kambodscha-Reise. Lernen Sie, wie man Klebereis zubereitet, getrocknete  Bananen räuchert, Reiswein keltert, Reispapier für Frühlingsrollen oder die traditionelle Fischpaste prahok herstellt. Eine wunderbare Runde, die wir gern für Sie organisieren.

Abendprogramm in Battambang

Nach Sonnenuntergang verwandelt sich die Promenade des Stung-Sangker-Flusses in einen Nachtmarkt. Aus den Garküchen duftet es appetitlich nach Grillfleisch, Reispfannkuchen und anderen kambodschanischen Street-Food-Leckereien. An Saftständen pressen junge Leute die grünen Orangen der Region zu süßem Saft, und ein paar Schritte weiter lassen sich Einheimische auf bunten Plastikstühlen Schweineschwarten zum Bier schmecken. Fröhlich schwatzend flanieren Familien und Freundescliquen am Fluss entlang und winken den Fremden freundlich zu.

So könnte ein wunderbar entspannter Tag auf Ihrer Reise durch Kambodscha und  Battambang mit reichlich kambodschanischem Alltagsleben enden, bevor Sie in ihrem Hotel dem nächsten erlebnisreichen Reisetag entgegenschlummern.

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