Rosalie Tomeit unterwegs in Vietnam und Kambodscha


Rosalie Tomeit unterwegs in Vietnam und Kambdoscha

Das geschichtsträchtige Siem Reap mit seinen atemberaubenden Tempelanlagen und die moderne Metropole Hanoi, die Hauptstadt Vietnams. Zwei Gegensätze, die sich durch ihre Lage in Südostasien und die Freundlichkeit der Menschen, ähnlicher sind als gedacht. Auf meiner Rundreise hatte ich die Möglichkeit, diese beiden Städte und ihre Umgebung näher zu erkunden.

Vietnams Hauptstadt – Hanoi

Trüb, nass und grau – so empfängt mich Vietnam nach einem elfstündigen Flug mit Vietnam Airlines von Frankfurt nach Hanoi. Auch in Nordvietnam ist jetzt, im November, schon Winter. Im Gegensatz zu Deutschland steigen die Temperaturen hier aber auch mal über die 20-Grad Marke.

Nach einer kurzen Erholungspause vom langen Flug im Hotel, stürze ich mich gleich in das hektische Leben der asiatischen Großstadt. Erster Anlaufpunkt ist der Hoan-Kiem-See, in dem laut einer Sage eine goldene Riesenschildkröte lebt. Ich besuche hier den Jadeberg-Tempel, um einen ersten Einblick in die Traditionen Vietnams zu erhalten. Rauchschwaden, der Duft von Räucherstäbchen, goldene Buddhas – so stellt man sich Asien vor. Wieder auf der Straße traue ich mich anfangs kaum, die Fahrbahn zu überqueren, aber der Guide geht unerschrocken voran, sodass auch ich mit der Zeit immer vertrauter werde mit der Schnelllebigkeit dieser Stadt.

Karstberge und Kultur in der Trockenen Halong-Bucht

Am Nachmittag werden dann noch die Altstadt und die Zitadelle besucht, bevor es am nächsten Tag schon vor dem Frühstück zum Westsee geht, um den Bewohnern Hanois bei ihren frühmorgendlichen Sportübungen zuzusehen und einen typisch vietnamesischen Kaffee zu genießen. Danach heißt es schon Abschied nehmen von Hanoi, die nächste Station meiner Reise ist die Trockene Halong-Bucht. Einst ganz von Wasser bedeckt, ragen hier heute überall Karstfelsen aus der Landschaft auf und immer wieder schlängeln sich Flüsse durch die Felsen. Nach dem Besuch eines Felsentempels habe ich die Möglichkeit, mit dem Boot durch die atemberaubende Landschaft zu treiben. Neben üppig bewachsenen Feldern und Felsen begeistern vor allem die Höhlen mit ihren Stalaktiten und Stalakmiten. Sie sind nur schwach beleuchtet und immer wieder ich den Kopf einziehen, um nicht mit der Decke zu kollidieren. Zwei Stunden gleiten wir durch das Wasser und genießen die Stille um uns herum, nur durchbrochen vom Schlagen der Ruder und vereinzelten Vogelgesängen.

Bootsfahrt in eine Höhle, Trockene Halong Bucht, Vietnam Rundreise
Trockene Halongbucht, Vietnam Rundreise

Ein Stück Vergangenheit: Erkundung der Überreste der Khmer-Ära

Ein alter Kaisertempel steht am nächsten Tag auf meinem Programm, bevor es auch schon weiter nach Kambodscha geht. Siem Reap empfängt mich mit schwülen 32 Grad und das fühlt sich gleich noch mehr wie Südostasien an. Angkor ist die wohl berühmteste Tempelanlage in Kambodscha und darf auch auf meiner Reise nicht fehlen. Schon vor Sonnenaufgang suche ich mir die beste Position für ein Foto des Tempels, im Hintergrund die aufgehende Sonne. Sobald der Tag über den Tempel hereinbricht erwacht das Leben, Affen spielen Fangen, die Vögel beginnen zu singen, Licht und Schatten spielen mit den alten Gemäuern. Dieses Spektakel muss man unbedingt einmal erlebt haben! Das Frühstück nehme ich dann in dem ein Stück entfernten Tempel Ta Prohm ein. Hier sind so früh noch keine Touristen unterwegs, Stille liegt über den Resten der Khmer-Ära, hin und wieder zerreißt ein Papageienschrei die Ruhe. 

Gut gestärkt erkunde ich auch noch den Bayon-Tempel, die Elefantenterrasse und die Terrasse des Leprakönigs. Am Abend erwartet mich ein sehr schmackhaftes Essen in einem der besten Restaurants der Stadt, dem Madame Butterfly. Sommerrollen, Curry und tropische Früchte lassen mich den Geschmack Südostasiens entdecken. Banteay Srei, der zu Ehren einer Khmer-Königin erbaute Tempel, bildet den Abschluss meiner Besichtigungen. Hier finden sich noch sehr gut erhaltene Reliefs, da der Tempel, im Gegensatz zu den anderen, aus hartem rosa Sandstein erbaut wurde.

Ein Höhepunkt der Reise ist der Besuch einer Seidenfarm. Da die Seidenschwärmer in Kambodscha kürzere Fäden weben als ihre Artgenossen in China, wird hier auf Qualität anstatt Quantität gesetzt. In mühevoller Handarbeit werden die Seidenfäden gesponnen, eingefärbt und letztendlich zu wunderschönen Unikaten gewebt. Der Besitzer der Seidenfarm erklärt den Herstellungsprozess sehr anschaulich und jetzt wird auch klar, warum solche Seidenschals so preisintensiv sind. Auf der Terrasse kann ich dann ein für Kambodscha typisches Mittagessen genießen und die Landschaft noch einmal in mich aufsaugen, um mich für den kalten deutschen Winter zu stärken. Den Abschluss meiner Reise bildet ein Besuch des Landminenmuseums, wo ich ein Stück traurige Geschichte des Landes näher kennen lerne.

Am Flughafen wird deutlich, dass die Zeit viel zu kurz war und es noch sehr viel mehr zu entdecken gibt. Das wird nicht meine letzte Reise nach Vietnam und Kambodscha gewesen sein.

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