Der Wolkenpass (vietnamesisch Hai-Van-Pass) in Zentralvietnam bildet eine natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen dem Norden und Süden Vietnams. Der Pass verbindet die Städte Da Nang im Süden und Hue im Norden.
Die Passstraße ist etwa 20 km lang, erreicht eine Höhe von 496 m und führt über den Ausläufer der Truong-Son-Berge, der bis zum Meer reicht. Vom höchsten Punkt hat man einen atemberaubenden Panoramablick über den Ozean, nach Da Nang und die Halbinsel Son Tra. Häufig ist der Pass jedoch auch von Wolken verhangen.
Über den Pass verläuft die Nationalstraße 1. Früher war der Pass bei Auto- und Lkw-Fahrern wegen des dichten Nebels und der engen Spitzkehren berüchtigt. Jetzt entlastet der 6,3 km lange Hai-Van-Tunnel diese wichtige Verkehrsverbindung, sodass die Strecke über den Pass heute eine entspannte und malerische touristische Route darstellt.
Über den Wolkenpass führt auch die 1.726 Kilometer lange Nord-Süd-Bahnstrecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), deren Gleise sich unterhalb der Passstraße entlang schlängeln. Die Strecke wurde 1936 von den französischen Kolonialherren erbaut und nach dem Vietnamkrieg am 31. Dezember 1976 wieder eröffnet.
Aufgrund seiner hohen strategischen Bedeutung war der Wolkenpass im Vietnamkrieg stark umkämpft. Am Pass selbst sind neben kleinen Getränke- und Souvenirständen auch alte Bunkeranlagen zu sehen – ein Zeuge der Vergangenheit.
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